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Artikel Wie
Sie White Paper vermarkten
Wie Sie White Paper vermarkten
Von Karsten Büttner
Sie
haben ein White Paper erstellt, ausreichend beworben, viele Besucher
laden Ihr White Paper herunter. So weit sehr schön. Doch Besucher
sind nicht gleichbedeutend mit Kunden.
Der Weg vom Besucher zum Kunden ist ein Annäherungsprozess, dessen
wichtigste Elemente Interesse und Vertrauen sind. Die meisten
Unternehmen hoffen nach dem Download eines White Papers auf einen
positiven Response. Oft wird diese Hoffnung enttäuscht, weil das
White Paper überhaupt nicht response- orientiert angelegt ist
oder vermarktet wird.
Das sind die schwersten Fehler:
- White Paper werden zum Download angeboten, ohne dass die
White Paper-Vertreiber die Möglichkeit zu einem aktiven Kontakt
zur herunterladenden Person herstellen können.
- Das White Paper enthalten kein Response-Element.
- Das White Paper bietet keine direkte Kontaktmöglichkeit zu
einer realen Person an.
- Das White Paper enthält keine "Leerstellen", die einen Kontakt
von Interessenten herausfordern.
Wer White Paper - wie in Deutschland üblich - anbietet, ohne
eine Kontaktadresse des Anfragenden zwingend zu machen, verspielt
die Chance einer aktiven Vermarktung.
Wer auch auf eine Qualifizierung der Besucher verzichtet, beschneidet
die Zahl potenzieller Kunden schon im Vorfeld. Denn in der Regel
muss das Interesse und die Erinnerbarkeit an ein White Paper durch
zusätzliche Maßnahmen gestützt werden.
Eine Lösung: White Paper gegen persönliche Daten
Viele US-amerikanische White Paper können nur gegen Preisgabe
umfangreicher persönlicher Daten heruntergeladen werden. Das Interesse
der Unternehmen ist verständlich, wollen sie doch zum einen feststellen,
ob ihre White Paper die richtigen Leute erreichen; zum anderen
können sie nun gezielt und aktiv Kontakt zu interessanten potenziellen
Kunden herstellen.

Wer dagegen das White Paper ohne jedwede Zugangsvoraussetzung
anbietet, verschenkt zwar diese Möglichkeit. Allerdings werden
meines Wissens die für den Download ermittelten Angaben selten
ausgewertet, um die White Paper-Bezieher in sinnvoller Weise zu
kontaktieren. Bestenfalls wird man in einen allgemeinen Verteiler
aufgenommen und mit einem Newsletter beglückt. Schade eigentlich,
denn hier liegen durchaus Potenziale.
Doch es sprechen erhebliche Gründe gegen eine frühe Datenerhebung:
1. In Deutschland ist die Erhebung personenbezogener Daten eingeschränkt.
2. Die Datenhuberei macht selten Sinn, weil irgendwer die Daten
auch auswerten muss.
3. Da die Interessenten in der Regel in der Evaluationsphase
sind, haben sie kein Interesse an einer Datenweitergabe.
4. Oft ist auch noch kein Vertrauen in das Unternehmen vorhanden,
um wahrheitsgetreue Daten anzugeben.
5. Eine Datenbank, in der ein Teil unbrauchbare Angaben vermutet
werden, ist für Marketingzwecke sinnlos.
6. Das automatische Einfügen in einen Adressverteiler für einen
Newsletter ist gerade vor dem Hintergrund des Informations-Überangebots
kontraproduktiv.
Die bessere Lösung: Erlaubnis-Marketing plus Verkaufstrichter
Sie ermöglichen den Zugang zum White Paper nur über den (automatischen)
Versand per E-Mail. Gibt der Interessent keine gültige E-Mail-Adresse
ein, so erhält er auch kein White Paper.
Das ist wichtig:
- Sie erheben zunächst nur die E-Mail-Adresse und am besten
noch den Namen.
- Sie bitten um Erlaubnis für weitere E-Mail-Kontakte.
- Sagen Sie so genau wie möglich, warum und wie oft Sie den
Interessenten kontaktieren wollen.
- Erklären Sie, dass der Interessent diese Vereinbarung jederzeit
kündigen kann und aus dem Verteiler gestrichen wird.
- Sorgen Sie dafür, dass diese Regeln penibel eingehalten werden.
- Eine Woche oder zehn Tage nach dem White Paper-Versand schicken
Sie eine Mail, die genau auf den Inhalt des White Paper abgestimmt
ist. In dieser Mail können Sie Ihre Ausführungen aus dem White
Paper an dem einen oder anderen Punkt noch vertiefen. Oder Sie
setzen ein Response-Element ein. Das kann ein Fragebogen sein
oder die Möglichkeit, vertiefende Informationen anzufordern.
Automatisierte Follow Ups
Download des White Papers und Follow Up-Mails können mittels
Software automatisiert werden. Ermöglicht wird dieses beispielsweise
mit Autoresponseplus (www.autoresponseplus.com),
die beliebige Versandzeitpunkte von Folgemails erlaubt.
Die Folgemails vertiefen den Kontakt zum Interessenten und bauen
weiter Vertrauen auf. Zu einem späteren Zeitpunkt können beispielsweise
zusätzliche Informationen angeboten werden, die allerdings nur
gegen Adressinformationen herausgegeben werden.
Geht der Interessent auf dieses Angebot ein, erhalten Sie mit
hoher Wahrscheinlichkeit brauchbare Angaben und können nun ein
Profil entwickeln und die künftige Kommunikation weiter auf ihn
abstimmen. Interesse vorausgesetzt, schicken Sie zu einem geeigneten
Zeitpunkt das Angebot zu einem persönlichen Gespräch oder einem
Telefonat.
Generell sollten Sie im Hinterkopf behalten, dass selten der
einmalige Kontakt, vielmehr die Frequenz der Kontakte zu einem
Verkauf führt. Häufiger E-Mail-Kontakt, zumal wenn partiell automatisiert,
verursacht kaum Kosten. Daher macht es Sinn, den Interessenten
langsam "reifen" zu lassen. Mit einem zu schnellen Verkaufsabschluss-Wunsch
verabschieden Sie eher Ihre Interessenten auf nimmer Wiedersehen.
Haben Sie einen Interessenten in Ihrem Verteiler, legen Sie verschiedene
Aktionen fest, um ihn zu qualifizieren. Sicherlich haben Sie Erfahrung,
in welchem Zeitraum in der Regel Ihre Kunden Entscheidungen für
eine Lösung treffen.
Diesen Zeitraum nehmen Sie auch, um mittels automatisierter Follow
Ups Ihre Interessenten zu qualifizieren.
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