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sind sinnvolle Kundenprofile im Online-Marketing?
Was sind sinnvolle Kundenprofile im Online-Marketing?
Von Karsten Büttner
Kundenprofile
sind ein äußerst taugliches Mittel für das Marketing. Welche Art
von Profilen liefern uns welche Informationen, was können wir
mit ihnen anfangen?
Kundenprofil. Unweigerlich denkt man an demografische Profile
nach diesem Muster:
Kunde, verheiratet, männlich, zwei Kinder, lebt in einer Siedlung
mit Eigentumshäusern, fährt einen Mittelklassewagen.
Doch neben dem demografischen Kundenprofil gibt es eines, das
auf dem konkreten Verhalten von Kunden beruht:
Kunde hat unsere Website regelmäßig alle zwei Wochen nach Versand
unseres Newsletters besucht. Die Besuche sind in den letzten drei
Monaten komplett ausgeblieben.
Wodurch unterscheiden sich demografisches und verhaltensorientiertes
Kundenprofil?
Das demografische Profil ist nützlich, wenn es Ihnen darum geht,
aus den bisherigen Kunden auf weitere Kunden zu schließen. Wenn
Sie automatisch schließende Garagentore oder Aufsitzrasenmäher
verkaufen, sprechen Sie eine Klientel an, die sich zumindest durch
Eigentum auszeichnet.
Das heißt: demografische Kundenprofile können Sie einsetzen, um
Neukunden zu gewinnen. Oder anders: Wenn es um den Entwurf von
Werbemaßnahmen geht, ist das demografische Profil wichtig, um
die Kernbotschaft zu formulieren und die richtige Anmutung zu
erzeugen.
Das Verhaltensprofil dagegen konzentriert sich darauf, was Personen
tatsächlich tun. Ob jemand ein Eigenheim besitzt, sagt erst einmal
nichts über seine Interessenslage. Wer jedoch einen Newsletter
"Haus & Garten" abonniert hat und regelmäßig Testberichte und
Artikel zu Aufsitzrasenmähern anklickt, zählt durch sein konkretes
Verhalten zum Kreis der Kaufinteressenten.
Auf der anderen Seite zeigt der gleiche Kunde, wenn er seit drei
Monaten den Newsletter nicht mehr geöffnet, geschweige denn einen
Artikel angeklickt hat, dass er offenbar mit dem Newsletter beziehungsweise
dem Angebot des Unternehmens nicht mehr zufrieden ist.
Das Verhaltensprofil liefert also Informationen, die für einen
Marketer wesentlich wertvoller sind als ein demografisches Profil.
Denn was nutzt das schönste demografische Profil, wenn der Kunde
einfach nicht mehr kauft? Dann können auch Anzeigen, die
genau auf das Profil passen, auch nichts mehr ausrichten.
Verhaltensprofile können - richtig genutzt - als Frühwarninstrument
dienen. Denn aus vielen Verhaltensprofilen können Kundenmodelle
entwickelt werden, aus denen Aussagen getroffen werden können
wie: "Wenn dieser Kunde nicht innerhalb von 30 Tagen wieder kauft,
wird er wahrscheinlich überhaupt keine Käufe mehr bei uns tätigen."
Mit der Nutzungsanalyse von Website beziehungsweise Newsletter
steht dem Online-Marketer ein Datenschatz zur Verfügung, der noch
allzu selten gehoben wird. Wo Unternehmen Verhaltensanalysen durchführen,
steigen die Umsätze. Der große Vorteil für Verhaltensanalysen:
Die Daten können mühelos automatisch erhoben werden. Nur die Interpretation
liegt noch beim Menschen.
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sparen
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