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Artikel Wie
Sie im Online-Shopping aus Kaufabbrechern Käufer machen
Wie Sie im Online-Shopping aus Kaufabbrechern Käufer
machen
Von Karsten Büttner
Eine
stete Verbesserung der Umsätze in seinem E-Shop zu erreichen,
wer wollte das nicht? Doch anstatt die Zahl der Besucher
auf der Site zu erhöhen, ist es zunächst besser die
Zahl der Kaufabbrüche zu verringern.
Jeder Verkäufer kennt im Verkaufsprozess die Signale für
Kaufbereitschaft. An dem Punkt, wo das Gefühl des Käufers
schon Ja gesagt und die Ratio noch nachkommen muss, werden in
der Regel noch einmal kritische Stellen des Angebots beleuchtet.
Das können Fragen sein, ob das Produkt oder die Leistung
wirklich das kann, was es verspricht, welche Garantien es gibt
- oder es geht um den Preis.
Im stationären Geschäft oder im Telemarketing kommt
es auf die Geschicklichkeit des Verkäufers an, den Dialog
entsprechend zu steuern.
Fehlende Dialogmöglichkeit erhöht Verkaufsabbrüche
Im Online-Geschäft fehlt diese Dialogmöglichkeit
in den meisten Fällen. Das ist m.E. einer der Hauptgründe,
warum es im Online-Shopping vergleichsweise hohe Verkaufsabbrüche
gibt.
Nach einer Untersuchung von Novomind und dem F.A.Z.-Institut
vom Sommer 2004 werden die Hauptgründe für einen Kaufabbruch
jedoch wie folgt benannt:

Die größten Hürden beim Online-Kauf sind nach
dieser Studie technischer Natur. Hinter dieser Formulierung können
sich aber beispielsweise lange Ladezeit verbergen, wenn ein Produkt
in den Warenkorb gelegt wird oder Vorgänge im verschlüsselten
Bereich (Secure Server) vorgenommen werden. Hier werden Vorgänge
abgebrochen, weil der Kunde vielleicht vermutet, dass der Bestellvorgang
gar nicht weiter fortschreitet.
Auch Informationen, die letzten Endes des Kaufausschlag geben,
werden oft nicht gefunden.
Doch wir können einen großen Teil der oben angeführten
Gründe auf einen einzigen Mangel herunterbrechen: fehlende
Dialogmöglichkeit. Denn Online-Shopping ist ein standardisierter
Vorgang, der den individuellen Bedürfnissen oft nicht gerecht
wird.
Kaufabbrecher sind Fast-Kunden
Kaufabbrecher sind potenzielle Kunden, von denen ein Teil sofort,
ein anderer Teil zu einem späteren Zeitpunkt noch gewonnen
werden könnte, wenn ... ja, wenn eine Dialogmöglichkeit
bestände.
Nehmen wir einen Shop, der Verbrauchsmaterialien für Büros
verkauft. Er bekommt lediglich 5.000 Besuche pro Monat. Die Abbruchrate
liegt mit 68 Prozent, bezogen auf befüllte Warenkörbe,
recht hoch. Wer Marketing nur als Nummerspiel begreift, würde
nun versuchen, die Zahl der Besucher zu erhöhen. Doch die
Kosten pro Kundengewinnung blieben damit sehr hoch.
| 5.000 Besuche |
100 % |
| 125 Warenkörbe befüllt |
2,5 % |
| 85 Kaufabbrüche |
68 % |
| 40 Käufe |
32 % |
Die Lösung: Der Online-Berater
Wer bei Online-Berater gleich an die großtechnische Lösung
eines animierten Avatars denkt, der mittels Programmierung, Standardfragen
in Alltagssprache verstehen und beantworten kann, irrt.
Ein einfacher Hilfe-Link auf der Produktbestellseite könnte
hier Wunder wirken. Der Link öffnete eine Mini-Seite und
dort bekäme der Fast-Kunde Hilfen angeboten. Ausgelöst
werden könnte diese Funktion aber auch automatisch immer
dann, wenn der Fast-Kunde den Kaufvorgang abbricht.
- Automatisches Zwischenspeichern des Warenkorbes und der persönlichen
Daten
- Hinweis auf Rücknahme-Garantie
- Hinweis auf telefonische Hilfe (ggf. Rückrufangebot)
- Möglichkeit zur konkreten Anfrage nach weiteren Informationen
per E-Mail
Doch die wenigsten Shops haben an dieser Stelle eine Hilfefunktion
oder die Möglichkeit, die Produkte und eingegebenen persönlichen
Daten zu sichern. Wer einen unterbrochenen Vorgang noch einmal
komplett wiederholen muss, ist in der Regel unwillig dieses zu
tun.
Wenn es gelänge, auch nur zehn Prozent der 85 "Fast-Käufer"
zu bekommen, hätte sich dieses kleine Formular bereits gelohnt.
Und ich möchte fast wetten, dass der Prozentsatz der Doch-noch-Käufer
höher als 10 Prozent liegen wird.
Wenn Sie mit dieser Idee Erfahrungen sammeln oder bereits gesammelt
haben, höre ich gerne von Ihren Ergebnissen.
Mehr zum Thema Kaufabbrüche
http://online-marketing-praxis.de/tipps/artikel/020303.php3
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