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gut lassen sich Kunden über Preisvergleichs-Suchmaschinen finden?
Wie gut lassen sich Kunden über Preisvergleichs-Suchmaschinen
finden?
Von Karsten Büttner
Nein, für alle ist diese Preistransparenz-Maschinerie nicht. Doch
dass der Händler davon nichts hätte, sondern nur der Kunde, gehört
in die Mottenkiste des Marketings. Wann, warum und wie Preisvergleichs-Suchmaschinen
für Online-Marketing taugen, erfahren Sie hier.
Sie heißen Geizkragen, Günstiger, Kelkoo oder einfach Preissuchmaschine.
Etwa 40 - 50 verschiedene Suchmaschinen gibt es, die allein in
Deutschland dem Lebensgefühl einer breiten Schicht Ausdruck verleihen:
Hauptsache billig.
Wie funktionieren Preisvergleichs-Suchmaschinen?
Für den Endverbraucher ist die Nutzung kostenfrei. Er gibt ein
bestimmtes Produkt ein. Im besten Fall werden hunderte von Shops
gleichzeitig durchsucht. Der Nutzer kann nun die einzelnen Konditionen
vergleichen und sofort zum Wunsch-Shop klicken.
Was Endverbrauchern von einigen Preisvergleichs-Suchmaschinen
als ein "unabhängiges Suchergebnis" verkauft wird, ist gelinde
gesagt, eine Verschleierung.
Denn durchsucht werden meist nur Shops, die den Suchmaschinen
einen Auftrag dazu erteilt haben. Das ist insoweit in Ordnung
als darüber Klarheit besteht. Doch keiner der virtuellen Preisagenten
mag die gleiche Transparenz anlegen, die sie bei den von ihnen
durchsuchten Shops erzeugen.
Denn eine Preisvergleichs-Suchmaschine finanziert sich in der
Regel durch die Klicks, die zum jeweiligen Shop führen. Preisvergleichs-Suchmaschinen
arbeiten im Prinzip nicht anders als beim Google Adwords, Overture
oder Espotting. Der einzige Unterschied: man hat sich auf Shops
spezialisiert.
Was unterscheidet Preisvergleichs-Suchmaschinen von Google,
Overture und Espotting?
Die zentralen Unterschiede der Preisvergleichs-Suchmaschinen sind
für das Marketing folgende:
1. Ein Interessent, der von einer Preisvergleichs-Suchmaschine
kommt, ist meist in seinem Verkaufsentscheidungsprozess weiter
fortgeschritten als jemand, der auf eine einfache Verkaufsanzeige
bei Google und Kollegen klickt.
2. Preisvergleichs-Suchmaschinen stellen umfangreiches Entscheidungsmaterial
in transparenter und untereinander vergleichbarer Form zur Verfügung.
Wer von hier aus auf die Verkaufsseite seines Wunschshops klickt,
wird mit höherer Wahrscheinlichkeit das Produkt kaufen als bei
einer gewöhnlichen Pay-Per-Click-Anzeige. Denn der Interessent
hat bereits die Angebote der Mitbewerber verglichen.
3. Für eine Reihe von Produkten und Produktgruppen sind die Preise
pro Klick bei den Preisvergleichs-Suchmaschinen günstiger als
bei Google oder Overture.
4. Zwar ist die Reichweite der einzelnen Preisvergleichs- Suchmaschinen
sehr unterschiedlich. Doch mit einer geschickten Kombination erreicht
man häufig mehr Käufer als mit klassischem Suchmaschinen-Marketing.
Mit welchen Konversionsraten kann man bei Preisvergleichs-
Suchmaschinen rechnen?
Natürlich ist es schwer, wirklich verläßliche Zahlen zu nennen.
Sind doch Preisempfindlichkeiten bei bestimmten Produkten höher,
zählt die Art der Präsentation und vieles mehr.
Wo herkömmliches (Online-)Marketing mit der Daumenformel 1 - 2
Prozent Konversionsrate bei Endverbrauchern liegt, sind die Umwandlungsraten
hier zwischen 3 - 4 Prozent.
Vereinzelt können Preisvergleichs-Suchmaschinen durchaus bei
10 und mehr Prozent liegen. Mitentscheidend ist hierbei auch die
Akzeptanz der Preisvergleichs-Suchmaschine sowie deren Produktgruppen-
Schwerpunkt.
Was kostet die Vermarktung mit Preisvergleichs-Suchmaschinen?
Über die Preise für Shopbetreiber schweigen sich die virtuellen
Preisagenturen auf ihren Websites aus. Die müssen einzeln erfragt
werden. Während einige Anbieter sich lediglich über
Bannerwerbung finanzieren, gibt es eine ganze Reihe von Suchmaschinen,
die auf Erfolgsbasis arbeiten.
Es ist schwer, diese Preise miteinander zu vergleichen. Zum einen
gibt es Anbieter, die ein gestaffeltes Grundgebührmodell anbieten,
in dem eine bestimmte Anzahl an Klicks eingeschlossen ist, andere
haben reine Klickpreise. Und: Was heißt schon 8 Cent pro Klick,
wenn ich im Monat von diesem Anbieter nur 20 Interessenten bekomme?
Was heißt schon 30 Cent pro Klick, wenn die Gewinnmarge meines
Produktes bei 100 Euro liegt?
Die Preise werden beeinflusst von der Reichweite eines Betreibers,
von den Produktschwerpunkten, wie groß die Angebotsdichte für
ein bestimmtes Produkt insgesamt ist.
Für wen lohnt sich die Vermarktung mit Preisvergleichs- Suchmaschinen?
1. Es lohnt sich generell für alle, die generell mit niedrigen
Preisen operieren (können).
2. Es lohnt sich auch für Unternehmen, die in einem Segment gegebenenfalls
Verluste akzeptieren, um über die Preisvergleichs-Suchmaschinen
einen Kundenstamm aufzubauen. (Sicher, hier ist die Diskussion
zu führen, ob Billigpreis-Kunden loyal sind oder werden wollen.)
Nebenbei läßt sich mit Preisvergleichs-Suchmaschinen auch ein
Online-Branding erreichen.
Nicht lohnenswert ist diese Form der Vermarktung für Produkte
mit Preisbindungen oder Luxusgüter, deren Nimbus sich nicht mit
Niedrigpreisstrategien verträgt.
Fazit
Preisvergleichs-Suchmaschinen sollten für das Marketing von Online-Shops
mit Gütern, deren Preis frei gestaltet werden kann, einbezogen
werden.
Lesen Sie dazu auch Wie
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