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Tipps für die Online-PR 2007- Neue Erkenntnisse aus Studie
Neun Tipps für die Online-PR 2007- Neue Erkenntnisse aus Studie
Von Karsten Büttner
Was
erwarten Journalisten von einer Pressearbeit im Internet-Zeitalter,
fragte die Fachhochschule Hannover und die Kommunikationsagentur
Schrader (www.prdienst.de)
in einer kürzlich veröffentlichten Studie. Welche praktischen
Tipps lassen sich daraus ableiten?
Vom 26. November bis zum 12. Dezember 2006 wurden 278 Print-
und Onlinejournalisten von Studierenden des Fachbereichs Informations-
und Kommunikationswesen der Fachhochschule Hannover in Zusammenarbeit
mit der Kommunikationsagentur Schrader zu ihren Wünschen befragt.
Das sind die zentralen Ergebnisse für die Pressearbeit:
1. Pressemappe - elektronisch ja, aber ...
Pressemappen werden zwar gerne per E-Mail, weiterhin aber auch
per Post genommen. Bei Bildmaterial ist das JPEG-Format - mit
300 bis 600 dpi Auflösung - am beliebtesten. Wenn die Datenmenge
überschaubar bleibt (bis 2,5 MB), bekommt über die Hälfte der
Journalisten Bildmaterial gerne gleich im Anhang der E-Mail. Eine
vorherige Absprache ist meist überflüssig.
2. Thema und Kennzeichnung der Pressemitteilung
Nennen Sie das Thema der Pressemitteilung in der Betreffzeile
und kennzeichnen Sie die Pressemitteilung.
Ein Beispiel für die Betreffzeile:
[Pressemitteilung] Versicherungsmakler
verschenken Potenzial bei der Kundengewinnung
Damit helfen Sie Journalisten, Ihre Mitteilung leichter von Spam
zu unterscheiden.
3. Absender der Pressemitteilung = Unternehmen
Wenn möglich sollte nicht die Agentur, sondern das für die Meldung
verantwortliche Unternehmen genannt werden. - In der Praxis ist
dieser Journalistenwunsch nicht leicht zu erfüllen. Versendet
eine Presseagentur die Mitteilung, wird sie aus praktischen und
aus versandtaktischen Gründen (Absenderadresse und E-Mail als
Spamkriterium) als Absender fungieren. Ein Versand über den Server
des Unternehmens ist eher unwahrscheinlich. Eine Nennung des Firmennamens
in der Betreffzeile wird in der Regel zu lang, wenn auch noch
der Titel der Mitteilung genannt werden soll. Ausweg: Der Name
des verantwortlichen Unternehmens sollte im Vorschaufenster der
Pressemitteilung sofort sichtbar sein.
4. E-Mail-Format
Klären Sie beim Erstellen Ihres Presseverteilers ab, in welchem
Format die E-Mail erwünscht ist. - Denn hier sind die Vorlieben
der Journalisten zur Hälfte bei reinen Text-Mails, zur anderen
Hälfte bei HTML-Mails.
5. Information im Anhang oder in der E-Mail
Klären Sie ab, wer von den Journalisten die Pressemitteilung
direkt in der E-Mail und wer diese im Anhang haben möchte.
6. Format des Anhangs
Erfragen Sie, welches Format im Anhang gewünscht ist: Word,
RTF oder TXT.
7. Größe des Anhangs
Anhänge bis 2,5 MB können in der Regel direkt und ohne vorherige
Anfrage versendet werden. Darüber hinaus bietet sich ein Link
oder eine Nachfrage an. Datenmengen von über 15 MB sollten generell
nur per CD zur Verfügung gestellt werden.
8. Bildmaterial
Bildmaterial sollte mit mindestens 300 dpi angeboten werden,
in Einzelfällen werden 600 dpi gewünscht. Gebräuchlichstes Format
ist das JPEG. Hohe Kompatibilität und überschaubare Größe sind
die wesentlichen Argumente. TIFF ist ebenfalls ein gern genommenes
Bildformat. Im Idealfall stehen JPEG und TIFF zur Verfügung.
9. Multimedia
Die Erwartungshaltung der Journalisten in Bezug auf Multimedia
ist "schön zu haben", ein Pflichtprogramm ist das (noch)
nicht.
Auch wenn Großereignisse den Eindruck vermitteln, dass Journalisten
heute nur noch mit Video, Live-Streams oder anderen aufwändigen
Multimedia-Präsentationen zu beeindrucken sind, dem ist nicht
so. Denn eines dürfen Sie nicht vergessen: den Zeitfaktor. Eine
Pressemitteilung ist wesentlich schneller zu lesen und im Print-
oder Onlinebereich zu verarbeiten als eine Multimediapräsentation.
"In Online-Pressebereichen lässt sich mit 30 bis 50 Prozent
des möglichen Aufwands schätzungsweise 80 Prozent der Wirkung
erzielen. Kleine und mittelständische Unternehmen sind nicht gezwungen,
Journalisten mit Live-Streams von Pressekonferenzen zu unterhalten,
sondern sollten sich darauf konzentrieren, ihre Hausaufgaben gut
zu erledigen, d.h. neben Pressemitteilungen auch Bildmaterial
und Kontaktdaten bereitzustellen," sagt Ulf-Hendrik Schrader,
der die Studie in seiner Doppelfunktion als Agenturleiter und
Dozent an der FH Hannover begleitet hat.
Fazit
Die technisch-organisatorischen Gegebenheiten haben sich in den
Verlagen in den letzten Jahren erheblich verändert. Die Zeiten,
in denen E-Mails mit Anhang den Journalisten nicht erreichten,
sind längst vorbei. Dennoch: die konkreten Anforderungen an die
Formate der elektronischen Pressemitteilungen sind verschieden.
Sie sollten beim Anlegen des Presseverteilers erfragt und entsprechend
beim Aussand berücksichtigt werden. Daneben gelten nach wie vor
die gleichen Maßstäbe, die in der Vor-Internet-Ära galten: sachliche
Informationen und vollständige Kontaktdaten sind absolutes Muss.
Die Journalisten-Studie 2007 zu praktischen Aspekten der Online-PR
können Sie hier herunterladen: http://www.journalistenstudie.de
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