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Artikel Geteiltes
Marketing - vervielfachter Nutzen
Geteiltes Marketing - vervielfachter Nutzen
Von Karsten Büttner
Die
Idee ist so einfach wie wirkungsvoll. Unternehmen schließen sich
zusammen, um gemeinsam zu vermarkten. Voraussetzung: die Produkte
und Leistungen sollten nicht im direkten Wettbewerb stehen, aber
trotzdem miteinander zu tun haben.
Dass ein Hersteller mit seinen Handelspartnern gemeinsames Marketing
betreibt, ist ein alter Hut. Doch warum sollte das Prinzip nicht
auch für andere Unternehmen funktionieren? Warum sollten nicht
Grafiker, Programmierer, Softwarehersteller und Berater an einem
Strang ziehen?
Mit dem Internet und der Globalisierung hat interessanterweise
bislang die Virtualisierung von Wertschöpfungsketten im Mittelpunkt
der Medien gestanden. Planung, Produktion, Vertrieb, Marketing,
Buchhaltung müssen nicht mehr notwendigerweise in einem Unternehmen,
geschweige denn unter einem Dach stattfinden. Dabei ging es vorwiegend
um die Verteilung und Spezialisierung von Arbeit.
Kooperatives Marketing betont den synergetischen Effekt, der entsteht,
wenn die eigenständigen Unternehmen ihre Energien (= Kunden) für
ein gemeinsames Ziel einsetzen.
Koregistrierung
Bei diesem Modell schließen sich Unternehmen zusammen, um gemeinsam
ihre Newsletter zu bewerben. Das kann ganz informell passieren,
indem man im eigenen Newsletter auf die Newsletter der Partner
hinweist oder einen Artikel des Partners mit Hinweis auf seine
Website veröffentlicht.
Formaler und effektiver ist sicherlich eine gemeinsame Bewerbung
per Formular. Kurze Inhaltsangaben, ein gemeinsames Formular und
Auswahlfelder, welche Newsletter noch mitbestellt werden, sind
schon fast alles, was man für diese Art der Bestellung braucht.
So läßt sich dann auch Suchmaschinenmarketing äußerst kostengünstig
betreiben. Alle Anzeigen verweisen dann auf eine gemeinsame Seite
mit Eintrageformular.
Allerdings muss die Technik im Hintergrund dafür sorgen, dass
der Eintragende nur eine Bestätigungsmail und nicht 3 oder 5 schicken
muss. Für die teilnehmenden Unternehmen dagegen ist es natürlich
wichtig, dass sie "ihre" Interessenten bekommen.
Wie gut! Adressen teilen
Dass man nicht die Adressen seines Newslettersstamms einfach weiterreicht,
versteht sich von selbst. Und doch können Sie Ihre bereits vorhandenen
Adressen in die Waagschale werfen und mit Kooperationspartnern
teilen.
Das macht zum Beispiel der Verlag Down To Earth seit März 2006
in Form eines virtuellen Gutscheinheftes unter der Adresse http://www.wiegut.de.
Die Idee: Die Partner erstellen einen kurzen werblichen Text ihres
Angebots. Dieser wird auf der Website wiegut.de und in einem PDF
veröffentlicht. Jeder Teilnehmer dieser kooperativen Werbung verpflichtet
sich, seinem Kunden- und Interessentenstamm die gemeinsame Werbebroschüre
(digital oder gedruckt) auszuliefern.
Wenngleich das Bestellsystem noch nicht sehr ausgeklügelt ist
- der Besucher wird einfach zur Website des Anzeigenkunden geschickt
- ist die dahinterstehende Idee prinzipiell nachahmenswert. Der
Einsatz der Finanzmittel für die Erstellung und Bereitstellung
der Anzeige ist gering, der Erfolg davon abhängig, wie groß der
Verteilerkreis der jeweiligen Akteure ist.
Das Smarte an dieser Form des Marketings ist, dass für den Einsatz
äußerst geringer Marketingmittel um die Adressen der Partner erweitert.
Selbst wenn jeder Anbieter nur 1.000 Adressen zu seinem Bestand
zählt, kommen bei 10 Teilnehmern bereits 10.000 zusammen. Das
ist ein Zugewinn von 9.000 Ansprachen.
Gemeinsames Adressbuch
Ein Adressbuch über Dienstleister, die mit kleinen Budgets Werbung
machen, hat Bernd Röthlingshofer als elektronisches Buch herausgegeben.
In der zweiten Auflage bereits mit 50.000 Downloads heruntergeladen,
hat es nicht nur den dort verzeichneten 87 Unternehmen Aufmerksamkeit
und Kunden beschert. Auch der Herausgeber selbst hat etwas davon.
Mit diesem kostenlosen E-Book macht er nämlich Werbung für sein
eigentliches Buch: Werbung mit kleinem Budget.
Dadurch, dass der Herausgeber die Dienstleister in das Buch aufnahm,
konnte er damit rechnen, dass sich allein über die 87 Partner
das kostenlose E-Book rasant verbreitet.
Fazit
Das Internet bietet eine Plattform für smarte Kooperationen. Die
Techniken sind vorhanden, sie müssen nur mit Leben gefüllt werden.
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