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Versicherungsagenten vom E-Mailmarketing profitieren (könnten)
Wie Versicherungsagenten vom E-Mailmarketing profitieren (könnten)
Von Karsten Büttner
Die
Versicherungswirtschaft gehört zu einer Branche, in der das
Online- Marketing-Potenzial weit unterentwickelt ist. Dabei könnte
insbesondere E-Mailmarketing wesentlich dazu beitragen, Interessenten
und Kunden zu binden. Damit ließen sich die vergleichsweise hohen
Online-Marketingkosten effizienter einsetzen.
E-Mailmarketing zur Vorqualifizierung
Welche Potenziale allein bei der Neukundengewinnung in der Versicherungswirtschaft
schlummern, wird deutlich, wenn Sie sich die Konversionsrate genauer
ansehen. Erzählt ein Versicherungsagent, dass er eine Abschlussquote
von 50 Prozent hat, lohnt sich ein genaueres Nachfragen. Oft stellt
sich heraus, dass
1. in 10 Gesprächen mit Versicherungswilligen für 5 - 6 ein Erhebungsbogen
ausgefüllt wird
2. es bei 4 - 5 Leuten zu einem zweiten Termin kommt
3. 2 - 3 einen Vertrag abschließen.
Das sind also gerade einmal 20 - 30 Prozent!
Der Schwachpunkt liegt darin, dass nur 5 - 6 Erhebungsbögen ausgefüllt
worden sind. Das heißt konkret: Der Makler hat die falschen Leute
besucht.
Was haben aber die "falschen" Leute mit E-Mailmarketing zu tun?
E-Mailmarketing kann in einem ersten Schritt strategisch als Qualifizierungsmaßnahme
verstanden werden. Das heißt: Bevor ein Versicherungsmakler persönlich
zu einem Interessenten geht, wird er ihn bereits eine zeitlang
über einen E-Mail-Newsletter informiert haben.
Dass der Interessent bereits über einen Newsletter Informationen
erhalten hat, hat für den Agenten eine Reihe von Vorteilen:
1. der Interessent kommt in der Regel aktiv auf den Versicherungsagenten
oder -makler zu. Dadurch ändert sich die Verkaufssituation in
eine Kaufsituation.
2. der Interessent hat bereits Vorwissen. Die asymmetrische Situation
- Agent weiß alles, Kunde nichts - wird verringert. Der Versichererungsmakler
(Agent) wird stärker zum Informanden und Mittler, denn zum Verkäufer.
3. der Versicherungsagent hat einen Vertrauensvorschuss. Er hat
mit dem Newsletter gezeigt, dass er sich kümmert.
4. der Versicherungsagent kann mit seinem Newsletter die Wechselwilligen
leichter identifizieren und ansprechen. Während das Wechselpotenzial
bei Versicherungen seit Jahren konstant bei 5 Prozent liegt, geben
30 Prozent an, bei einem attraktiven Angebot die Versicherung
zu wechseln. Ein Makler, der per se ein Portfolio von verschiedenen
Versicherungen hat, dürfte da einen besonderen Wettbewerbsvorteil
haben.
Regelmäßiger Kontakt = Umsatzsteigerung
Die jüngste Assekuranzstudie der Psychonomics
AG "Dialog-Marketing für Versicherer" zeigt deutlich, dass
Kunden von ihren Versicherern (das läßt sich sicherlich auch auf
Versicherungsmakler erweitern) durchaus einen Dialog wünschen.
Erfragt wurden dabei - Auftraggeber der Studie ist die Deutsche
Post AG - Telefon- und Briefkontakt.
88 Prozent möchten schriftlich kontaktiert werden, 57 Prozent
finden Vertreterbesuche akzeptabel und gerade noch 49 Prozent
halten das Telefon für eine geeignete Kontaktform. (Dabei scheidet
das Telefon im Endkundenkontakt ohnehin aufgrund der Bestimmungen
des Gesetzes gegen unlauteren Wettbewerb (UWG) allerdings aus,
wenn es sich nicht um Bestandskunden handelt.)
Über zwei Drittel der deutschen Versicherungskunden erwarten regelmäßig
schriftliche Informationen ihres Versicherers. Eine Kontaktfrequenz
von 10 oder mehr Aussendungen werden lediglich von rund 15 Prozent
abgelehnt.
Die Kundenkommunikation hat dabei eine Reihe von positiven Effekten.
Die Psychonomics-Studie zeigt beispielsweise, dass die Bereitschaft
von Kfz-Versicherungskunden weitere Versicherungen beim derzeitigen
Versicherer abzuschließen von 44 auf 64 Prozent steige, wenn der
Versicherer regelmäßig kommuniziere.
Neben der Neukundengewinnung übernimmt eine regelmäßige Kommunikation
eine weitere wichtige Aufgabe: die Wechselbereitschaft sinkt und
die Kundenbindung steigt.
Ich denke, dass sich die Erkenntnisse über die Wirkung schriftlicher
Kommunikation generell auf den Newsletter übertragen lassen. Während
der mehrmalige Briefkontakt im Jahr gerade für kleine Maklerunternehmungen
häufig zu aufwändig ist, bieten der Newsletter und andere E-Mailmarketingmaßnahmen
wie E-Mailkurse große
Vorteile:
- einfache und kostengünstige Möglichkeit, Adressen von Interessenten
zu erfassen
- schnell und kostengünstig zu implementieren
- einfach und kostengünstig an Interessenten und Kunden zu versenden
- simple Selektionsmöglichkeiten von Themen oder Interessensgebieten
- schnelle Resultate einer Kampagne
Fassen wir die bisherigen Ergebnisse zusammen und verallgemeinern
die Erkenntnisse:
Regelmäßiger Kontakt mit den "richtigen" Informationen kann Neukunden
gewinnen. Ein hohes Wechselpotenzial ist vorhanden. Solange nur
wenige Versicherungsmakler mit E-Mail agieren, ist der Wettbewerbsvorteil
für diese umso höher.
Die Kunden sind bereit und willig: sie wünschen regelmäßige Informationen
über ihre Versicherungen.
Der regelmäßige Kontakt senkt die Wechselbereitschaft und verringert
damit Verluste.
Regelmäßiger Kontakt kann dem zusätzlichen Verkauf von Versicherungen
dienen.
Investitionen in einen Newsletter rentieren sich bei Versicherern
(und Versicherungsmaklern) bereits mit einem kleinen Stamm von
Newsletterabonnenten.
Einer der amerikanischen Marketinggurus, Jay Abrahams, brachte
es auf den Punkt. Es gibt nur drei Wege, seine Umsätze zu erhöhen:
1. Mehr Interessenten qualifizieren
2. Mehr Kunden aus Interessenten gewinnen
3. Mehr Produkte/Leistungen an vorhandene Kunden verkaufen
Der E-Mail-Newsletter ist für diese Strategie der richtige Baustein,
weil er prinzipiell in der Lage ist, die drei Aufgaben zu erfüllen.
Online-Marketing-Praxis entwickelt passendes E-Mailmarketing für
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