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Start   Artikel   Wie Newsletterbetreiber mehr Abonnenten gewinnen -
Optimierung des Anmeldeprozesses als effiziente Maßnahme

Wie Newsletterbetreiber mehr Abonnenten gewinnen -
Optimierung des Anmeldeprozesses als effiziente Maßnahme

Von Karsten Büttner

Wissen Sie, wie viele potenzielle Kunden Ihnen bei der Anmeldung verloren gehen? Wir waren schockiert: manche Newsletter nutzen nur 20 Prozent ihres Potenzials aus. Das heißt: 100 interessieren sich für Ihren Newsletter, füllen das Anmeldeformular aus, aber nur 20 landen schließlich in Ihrer Liste.

Dass sich nur ein Bruchteil der Besucher einer Website für einen Newsletter anmeldet, ist normal. Die wichtigsten Gründe dafür sind: ein Teil Ihrer Besucher sind Ihre Newsletterabonnenten, die sich natürlicherweise nicht nochmals anmelden. Ein anderer Teil besteht aus Suchenden, die eine bestimmte Information gesucht haben. Zwar gibt es durchaus Maßnahmen, von diesen Suchenden mehr zu einer Anmeldung zu bewegen. Dieser Artikel widmet sich jedoch denen, die bereits den ersten Schritt der Anmeldung getätigt haben. Sie haben ihren Namen in das Anmeldeformular eingetragen und auf "Anmelden" geklickt. Doch irgendwo auf dem Weg geht ein mehr oder weniger großer Teil der wirklich Interessierten verloren. Mögliche Ausstiegspunkte sind die Seite nach dem Absenden der Anmeldung "Danke, dass Sie sich für unseren Newsletter anmelden wollen" und die Mail, in der der Interessent auf einen Bestätigungslink klicken muss.

In einem besonders eindrücklichen Fall resultierte die fehlende Optimierung darin, dass ein Newsletter-Betreiber ein Potenzial von 25.000 Abonnenten im Jahr durch einen schlecht gestalteten Anmeldeprozess verlor.

Rechnen Sie allein nur, dass von diesen 25.000 Abonnenten mindestens 0.5 Prozent Käufer hätten werden können, dann hat dieser Shopbesitzer konservativ gerechnet 125 Kunden mit Wiederkaufpotenzial verloren. Je nach Branche gehen allein dadurch Umsätze im oberen fünfstelligen Bereich verloren.

Vordergründig lässt sich die Schuld für diesen Verlust an Abonnenten auf das doppelte Opt-In-Verfahren schieben. Denn dieses ist für den Abonnenten aufwändig.

Doch bei Licht betrachtet, ist es jedoch die Gestaltung des Anmeldeprozesses, die über Wohl oder Wehe entscheidet.

Was passiert da eigentlich und warum?

Seriöses E-Mailmarketing arbeitet mit so genanntem doppelten Opt-In. Das heißt, ein Interessent meldet sich auf Ihrer Website an und erhält von Ihnen eine E-Mail, in der sich ein Link befindet. Erst wenn er auf diesen Bestätigungslink geklickt hat, wird er in die Liste aufgenommen.

Auf dem Weg vom Anmeldeformular bis zur endgültigen Eintragung gehen aber bei einer ganz erheblichen Zahl von Newslettern richtig viele Abonnenten verloren.

Sollte man dann nicht besser den Eintrageprozess verkürzen und den Abonnenten nach dem Absenden einfach in die Newsletter-Datenbank aufnehmen?

Besser nicht. Der Grund für die etwas umständliche Prozedur liegt daran, dass Sie nur auf diesem Wege nachweisen können, dass jemand willentlich und bewusst Ihren Newsletter bestellt hat.

Überlegen Sie einmal wie oft Shopbetreiber heute abgemahnt werden? Wollen Sie den Wettbewerbern gleich eine Möglichkeit auf dem Silbertablett servieren?

Die gute Nachricht: Optimierungen bringen bis zu 95 Prozent Anmeldequote

100 Prozent Anmeldequote sind zwar ein hehres Ziel, aber in der Regel nicht realistisch. Inhalt und Bedeutung des Newsletters für den Abonnenten, Art des Wettbewerbs und die Branche, Art der Abonnentengewinnung (via Anzeige oder organisch) sind nur vier Faktoren, die beeinflussen, wie viele Interessenten sich ernsthaft für Ihren Newsletter interessieren.

80 Prozent Anmeldequote sind aber immer drin, 95 Prozent sind machbar.

Wie stellen Sie fest, wie viele Abonnenten Ihnen verloren gehen?

Das ist eine gute Frage, die Ihnen Ihre Versandlösung möglicherweise nicht beantwortet. Hier gibt es zwei Antworten:

  1. Nutzen Sie Ihre Webstatistik und suchen Sie die Zahl der Aufrufe Ihrer Danke-Seite ("Danke, dass Sie unseren Newsletter abonnieren ...") innerhalb eines gegebenen Zeitraums. Dann sehen Sie in Ihre Newsletter-Statistik, um festzustellen, wie viele Anmeldungen Sie im gleichen Zeitraum erhalten haben.

    Angenommen Sie haben 230 Aufrufe der Danke-Seite gehabt, aber nur 89 Anmeldungen im Newsletter, dann beträgt Ihre Anmeldequote 89 *100/230 = 38,7 Prozent!

  2. Nutzen Sie eine professionelle Newsletter-Versandlösung, die die Zahlen frei Haus liefert und mit der Sie die den Prozess leicht optimieren und analysieren können.

    Wie optimieren Sie den Anmeldeprozess?

    Welche Texte, welche Ausführlichkeit notwendig ist, hängt davon ab, wie erfahren Ihre potenziellen Leser sind. Wer öfter Newsletter abonniert, kennt das Prozedere bereits. Für Neulinge kann dagegen eine Schritt-für-Schritt-Anleitung sinnvoll sein.
  1. Weisen Sie auf der Seite, die nach dem erfolgreichen Abschicken des Anmeldeformulars darauf hin, dass der Anmeldende eine E-Mail mit einem Bestätigungslink erhält. Oft ist der Text jedoch irreführend.

    Eine Formulierung wie "Sie erhalten eine Bestätigungs-Mail" meint zwar das Richtige, ist aber sachlich falsch. Denn die Mail würde dann nur den Anmeldevorgang bestätigen.

    Gemeint ist aber, dass der Interessent aktiv werden muss und mit dem Klicken auf den Link erst den Bezug bestätigt. Verwenden Sie beispielsweise den Begriff "Aktivierungsmail".

    Nennen Sie Ihren Lese-Aspiranten, welche Betreffzeile und welchen Absender die Aktivierungsmail enthält, damit er sie sofort erkennt und - für den Fall, dass sie im Spamfilter landet - dort leicht erkannt werden kann.

  2. Verwenden Sie im Betreff Formulierungen wie "Aktivieren Sie Ihren XY-Newsletter" oder "Nur noch ein Schritt bis zu Ihrem XY-Newsletter", um deutlich zu machen, dass der Interessent aktiv werden muss.

  3. Testen Sie Ihre Aktivierungsmail darauf, dass diese keine spamverdächtigen Formulierungen verwendet.

  4. Testen Sie Belohnungen, die der Interessent erst erhält, wenn er sich vollständig angemeldet hat.

    Fazit

    Optimierungspotenzial für einen Newsletter ist bereits beim Anmeldeprozess vorhanden. Optimierungen lohnen sich immer. Der Zeit- (und Geld-)Aufwand ist geringer als der Mehraufwand für Werbemaßnahmen, um zusätzliche Käufer zu finden.

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