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sich Suchmaschinenmarketing zur Gewinnung von Abonnements?
Praxistest
Lohnt sich Suchmaschinen-Marketing zur Gewinnung von Abonnements?
Von Karsten Büttner
Die
Frage, ob Suchmaschinenmarketing sich für kostenpflichtige Abonnements
von Informationsdiensten oder Zeitschriften lohnt, ist sehr stark
themenabhängig.
Ein branchenbezogener Informationsdienst sollte mit Online-Medien
beworben werden. Als eine der zentralen Maßnahmen war Suchmaschinenmarketing
geplant.
Das Angebot: Der Anbieter verkauft einen Informationsdienst auf
monatlicher Subskriptionsbasis. Neben einem Newsletter stehen
zusätzliche, im Preis inbegriffene Dienstleistungen zur Verfügung.
Die in einer Testkampagne geschalteten Anzeigen erbrachten in
30 Tagen folgendes Ergebnis
| Klicks |
3.568
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| Durchschnittlicher Klickpreis |
0,11 EUR
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| Kampagnenkosten |
392,48 EUR
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| Abonnenten |
12
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| Konversionsrate |
0,34 %
|
Aus Sicht eines Einzelhändlers (im Internet) ist dieses Ergebnis
vergleichsweise schlecht. Hier liegt die Latte zwischen 1 - 2
% bei der Konversion. Betrachtet man die Kosten pro Kundengewinnung,
so liegen diese mit 32,71 EUR vergleichsweise hoch.
Doch die wirkliche Wert des Abonnenten errechnet sich im Grunde
erst aus zwei Faktoren:
- Lebenszeitwert eines Kunden
- Laufende Kosten beim Informationsdienst
Der Lebenszeitwert (lifetime value) ergibt sich aus der durchschnittlichen
Dauer, die jemand für Umsätze bei einem Unternehmen sorgt. Das
heißt in diesem Fall, wie lange jemand Abonnent des bezahlten
Informationsdienstes bleibt. Mit Abonnementkosten von unter 20
EUR konnte bereits nach zwei Monaten ein Break even erzielt werden.
Das heißt: Ab dem dritten Monat verdiente das Unternehmen am Informationsdienst.
Im Gegensatz zum Warenhandel bleiben die Kosten für die Erstellung
und Bereitstellung der Informationen nahezu unverändert. Das heißt:
Mit jedem Kunden wächst der Gewinn exponentiell. Es gibt keine
(jedenfalls mir nicht bekannte) Größe, an der höhere Gewinne durch
höheren Verwaltungsaufwand aufgebraucht werden.
Eines zeigte die Testkampagne jedoch auch: Suchmaschinenmarketing
macht zwar als ein Baustein des Online-Marketings Sinn. Doch eine
herausragende Aufgabe war dem Suchmaschinenmarketing hier nicht
beschieden.
Denn die Zahl der potenziellen Kunden via Suchmaschinen hielt
sich in engen Grenzen und stellte keineswegs das Potenzial der
Branche dar. Allerdings ließen sich weit mehr als die erzielten
Klicks erreichen. Hier kam es jedoch nur auf die prinzipielle
Eignung und die Benchmarks an.
Tipps für eine Abonnement-Gewinnung
1. Bieten Sie ein zeitlich begrenztes kostenloses Probeabo an.
2. Bieten Sie eine jederzeitige Kündigungsmöglichkeit und Rückerstattung
der nicht verbrauchten Abonnementsgebühren an, falls eine jährliche
Zahlung erfolgen soll.
3. Bieten Sie einen kostenlosen Newsletter an, der mit einigen
wertvollen Informationen unentschlossene Abonnenten zumindest
als Interessenten qualifiziert. Oft läßt sich hier mittelfristig
ein kleiner Teil der Leser als Abonnenten akquirieren. Zu einem
geringen Teil stellt das kostenlose Pendant auch eine Möglichkeit
dar, dass die Kostenlos-Leser das eigentliche Produkt weiter empfehlen.
Zu viel Hoffnung sollte man in letzte Wirkung allerdings nicht
setzen. Meiner Erfahrung nach, ist der Teil der Empfehlenden oft
unter der 0,5-Prozentmarke.
4. Nutzen Sie negative Keywords, um eventuell ungezielten Suchmaschinenverkehr
zu steuern.
5. Rechnen Sie genau nach, ob es sich lohnt, in den Suchergebnissen
an erster Stelle zu stehen. Manchmal ist es günstiger, für 150
Begriffe mit einem Durchschnittspreis von 0,15 EUR zu bieten als
mit 15 Begriffen für 0,60 EUR. Vergleichen Sie dazu den Artikel
Warum
Sie auch die Konversion von Pay-Per-Click-Anzeigen messen sollten
6. Testen Sie verschiedene Landeseiten aus. Testen Sie dabei
neben verschiedenen Formulierungen vorallem lange gegen kurze
Texte.
Fazit
Im Vergleich zu herkömmlichen Medien lassen sich mit Pay-per-Click-Kampagnen
annehmbare Kosten pro Kundengewinnung für kostenpflichtige Abonnements
erreichen. PPC-Kampagnen sind jedoch zumindest für bestimmte
Branchen nicht das Leitmedium zur Abonnementsgewinnung.
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