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Software Buchwork
- Die Bibliotheksmaschine für das Internet
Buchwork -
Die Bibliotheksmaschine für das Internet?
In
dieser Rubrik stellen wir Ihnen Produkte, Leistungen oder Methoden
vor, die interessante neue Ansätze für das Online-Marketing
bieten. Heute machen wir Sie in einem Interview mit dem Hamburger
Programmierer Stefan Sohst und seinem Buchwork bekannt. Er hat
eine Art Content-Management-System entwickelt. Erwachsen ist dieses
Produkt aus dem Frust, dass Inhalte sowohl im großen System Internet
als auch auf Websites selbst häufig schlecht zu finden sind.
? Herr
Sohst, was ist das Besondere an Buchwork?
! Buchwork liefert
nicht allein ein EDV-System, sondern auch die Anleitung, wie man
zu einer sinnvollen Text- und Informationsstruktur kommt.
Außerdem liefert Buchwork eine Datenbankoberfläche, die schnelles
Einarbeiten erlaubt, und die inhaltliche Pflege der Website auch
Nicht-Technikern gestattet.
? Inwiefern liefert
Buchwork eine Anleitung, Information zu strukturieren?
! Wenn ein Autor sich
vornimmt ein Buch zu schreiben, weiß er, dass er sein Buch folgerichtig
in Kapitel unterteilt aufbauen muss. In seinem Kopf bildet sich
dabei eine Struktur. Bei Buchwork ist das ähnlich.
Buchwork hält eine leicht zu erfassende Struktur
vor, die der Anwender mit dem, was er bereits im Kopf oder anderwo
abgelegt hat, füllen kann. Die Anleitung dazu wird mitgeliefert.
? Schnelle Einarbeitung
und einfache Pflege ist - mit Verlaub - das Werbeversprechen vieler
Software-Anbieter, das sich aber sehr schnell in der Praxis in
Luft auflöst. Können Sie kurz darstellen, inwiefern Buchwork einfach
ist?
! Üblicherweise beginnt
die Arbeit bei Buchwork in einer Access-Datenbank. Ein
roter Faden und Kontexthilfe leiten systematisch durch die Erfassungsvorgänge.
Ausgeliefert wird Buchwork außerdem mit Beispieldaten, die dem
Anwender sehr schnell einen Überblick verschaffen, wie er seine
Daten sinnvoll unterbringt.
Die Hauptarbeit die man zu leisten hat, findet bei Content
immer im Kopf statt. Dies bezieht sich allerdings nur auf
den Administrator bzw. Autor, der Buchwork füllt. Er muss vor
allem Kapitel erstellen, und Texte erfassen. Diese Texte werden
in den Kapiteln sehr freibleibend sortiert. Danach muss er jedem
Text Stichworte zuordnen, und das ist eigentlich schon
der Kern der Geschichte.
?
Wer sollte sich für BuchWork interessieren?
!
Zunächst einmal die, die komplexe Informationen für viele
unterschiedliche Nutzer so zur Verfügung stellen wollen, dass
diese ebenso leicht zu finden, wie zu nutzen und zu verwalten
sind.
Buchwork ist eine Anwendung für Inter-, Intra- und Extranet.
Genauer gefaßt: Wenn man vor eine der folgenden Aufgaben gestellt
wird, bietet Buchwork eine gute Lösung:
- ein komplexes Informationssystem zu schaffen: Sie können Information
zu einem Thema sammeln und im Internet evtl. auch kommerziell
zur Verfügung stellen
- ein Internet-Portal zu errichten, das die Informationssuche
über alle ihm angeschlossenen Websites erlaubt, also auch in
dynamisch generierte Inhalte hineingehen kann
- wenn die die Produktpalette eines Unternehmens sowohl beschrieben,
gezeigt und bestellt werden soll und dabei das Einpflegen der
Daten für technische Laien einfach sein soll
- wenn von unterschiedlichen Orten Informationen eingepflegt
werden - klassische Anwendung ist eine Redaktion
- wenn Mitarbeiter in einem Unternehmen gut informiert sein
sollen, z.B. über laufende Projekte, über alles was von gemeinsamen
Interesse ist, auch zielgruppenorientiert
- wenn Sie Ihre Dokumente, Verträge, Illustrationen, Emails,
Faxe usw. nach zeitlichen oder inhaltlichen Vorgaben archivieren
wollen
- wenn Sie Projekte verwalten wollen
- wenn Sie multimediale Inhalte verwalten möchten
? Das
klingt eher sehr umfangreich. Und was viel bietet, ist oft auch
komplex und unübersichtlich.
! Auf
der Benutzeroberfläche erscheint nur das, was notwendig
ist. Auch die Bedienung im Hintergrund ist so strukturiert,
dass jemand, der eine Datenbank oder eine Textverarbeitung bedienen
kann, auch mit der Verwaltung von Buchwork schnell zu recht kommt.
Buchwork ist intuitiv verständlich, weil es sich an bestimmten
Seh- und Denkgewohnheiten orientiert. Buchwork ist so ausgelegt,
dass auch technische Laien alles selbst machen können.
Einzige Anforderung: Grundlagen im Umgang mit einem Computer.
Sie müssen weder HTML noch programmieren können.
? Kann man Buchwork
individuell ausbauen?
! Buchwork ist modular
aufgebaut. Wer z.B. viele Autoren an der Arbeit beteiligen will,
oder ständig neue Artikel hinzufügt, der koppelt das Online-Pflege-Modul
an. Dieses Modul ermöglicht die komplette Pflege der Datenbank
direkt auf dem Server. Dabei wird natürlich in Hinblick auf Zugriffsberechtigungen
unterschieden. Was im Web zu sehen ist entscheidet der Administrator.
Wer eine Kommunikationsplattform zwischen unterschiedlichen Benutzern
bieten möchte, koppelt das Com-Modul an. Damit können Sie den
Usern Ihres Themengebietes einen regen Austausch direkt innerhalb
ihres Web ermöglichen. Das ist natürlich gerade für Werbung sehr
interessant. Es ermöglicht Ihnen darüber Buch zu führen, welcher
User sich wofür interessiert.
Weitere Module gibt es für Customer Relationship Management im
Backofficebereich. Das heißt Datamining, und die komplette Abwicklung
des Kundenkontaktes sei es durch Brief, Mail oder Fax.
Oder wir haben eine Time-Management- Console für den ERP- Einsatz.
Hier können Sie zum Beispiel feststellen, welcher Vertrag gerade
ausläuft, welches Projekt in die Endphase geführt werden muss,
wer wo Hilfe in gegenwärtigen Prozessen braucht usw.
Außerdem können wir auch maßgeschneiderte Lösungen anbieten.
? Was war der Hintergrund
für die Entwicklung von Buchwork?
! Die
Unzufriedenheit darüber, in Suchmaschinen nichts zu finden. Der
Grund dafür liegt ja zum einen darin, dass die Volltextsuche der
Suchmaschinen kein taugliches Mittel für sinnvolle Ergebnisse
ist, zum anderen darin, dass die Websites selber häufig wenig
auf die Bedürfnisse von Suchmaschinen, geschweige denn Nutzern
zugeschnitten sind. Jüngste Untersuchungen über die Kriterien,
was Internet-Seiten attraktiv macht, zeigen, dass es im wesentlichen
drei Punkte - neben Inhalten - sind:
- intuitive Navigation
- leicht zu nutzende Hilfe
- Geschwindigkeit
- Websites, die diesen Ansprüchen genügen wollen, müssen den
Seitenaufbau schneller als in acht Sekunden schaffen
- Buchwork braucht zwei Sekunden.
- Mindestens zwei unterschiedliche Suchansätze für die Erschließung
der Inhalte sollten gestellt werden - Buchwork liefert mindestens
vier.
- Hilfe muss ebenso kontextorientiert, wie schnell
zugänglich sein. - Auch dieses bietet Buchwork in allen Situationen
? Der etwas merkwürdige
Name Buchwork hat - nehme ich an - programmatischen Charakter?
! Buchwork orientiert
sich an unserem kulturellen Hintergrund. Wir sind mit dem Buch
vertraut. Es ist ein jahrhundertealtes Konzept, Inhalte zu
strukturieren. Gelesen wird üblicherweise sequentiell Seite
für Seite, von vorne nach hinten. Ein Buch ist in sich logisch
aufgebaut, sei es Roman oder Fachbuch.
Das Inhaltsverzeichnis erlaubt den direkten Einstieg mitten
in den Text. Ein Index von Stichworten im Anhang ergänzt
gerade Fachbücher um die Möglichkeit, direkt themenorientiert
im Buch zu "stöbern". Der Anhang wird häufig noch ergänzt durch
ein Glossar (Fachwortverzeichnis) und ein Autoren- bzw.
Quellenverzeichnis.
Der Teil "-work" im Namen ist neudeutsch und verweist auf die
zusätzlichen Errungenschaften der EDV. Sie können bei Buchwork
z.B.
- den gesamten Text nach selbst gewählten Stichworten durchsuchen
(Volltextsuche)
- die Texte nach ausgewählten Kriterien in eine neue Reihenfolge
bringen (z.B. nach Aktualität)
- von jedem Angebot aus in andere parallele Textstellen des
Buches gehen (Hypertext)
- Glossarbegriffe themenspezifisch aufrufen
? Wir haben ja einen
wachsenden und unübersichtlichen Markt mit Content-Management-Systemen.
Unternehmen sind verunsichert, für welches System sie sich entscheiden
sollen. Zu recht ist eine der ersten Fragen: wird sich das System
XY - oder sagen wir ruhig: Buchwork - durchsetzen können oder
muss ich nach ein paar Jahren mit einem komplett anderem System
noch mal alles von vorne durchspielen.
Da spielen ja nicht nur die Anschaffungskosten für die Software
eine Rolle, sondern gerade die Implementation und die Schulung
der Mitarbeiter schlagen ja ziemlich zu Buche. Wo sehen Sie als
kleiner Anbieter da Chancen, sich gegen die "Großen" durchzusetzen?
! Da das
Ganze in ASP programmiert und gut dokumentiert ist, kann das Konzept
den Erfordernissen auch unabhängig von meiner Person angepaßt
werden. Ich sehe allerdings auch nicht, dass es im Content-Management
eine Reduzierung auf eine Handvoll Standardprogramme geben wird.
Da sind die Erfordernisse von Unternehmen - glaube ich - doch
zu unterschiedlich. Es wird in diesem Bereich wohl immer so eine
Mischung aus standardisierter Grundlage und der Anpassung auf
individuelle Bedürfnisse geben.
Außerdem hat Buchwork meines Wissens zum ersten Mal die
Erkenntnisse von Usability-Studien, unser kulturelles
Vermögen, mit Inhalten umzugehen, in ein komplexes, aber nach
außen überschaubares und leicht bedienbares System umgesetzt.
Und das macht es - ganz unbescheiden - zu einem einzigartigen
Produkt.
Mehr zum Projekt auf: http://www.buchwork.de
Kontakt: info@buch-work-shop.de
Das Gespräch führte Karsten Büttner
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