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AdWords statt Gelbe Seiten?
Google AdWords statt Gelbe Seiten?
Von Karsten Büttner
Google
AdWords lassen sich seit Mitte April 2004 sowohl auf die Region
als auch auf das direkte Umfeld eines Unternehmens ausrichten.
Damit stellt Google eine Alternative zu den Gelben Seiten dar.
Theoretisch. Wir erörtern, wo sich die regionalen Google AdWord
zur Zeit einsetzen lassen.
Google AdWords hat den Abstand zu seinen Mitbewerber vergrößert.
Nicht nur die Erweiterung der Reichweite der Suchmaschine durch
Partnernetzwerke, sondern auch dadurch, dass regional und sogar
lokal geschaltet werden kann, können mittelfristig sogar andere
klassische Werbeträger verdrängt werden.
Werben Bäcker, Friseur und Supermarkt bald mit Google?
Google AdWords können Kunden bis zu einem Radius von 30 km um
einen frei wählbaren Punkt (also das eigene Unternehmen) orten.
Wer sich einwählt, ist also nicht nur mit seiner IP sichtbar,
sondern auch lokalisierbar.
Ermöglicht wird dieses durch ein Verfahren, bei dem die Internet
Protokoll-Nummern analysiert werden. "Mittels traceroute wird
der letzte Router gesucht, dann das Städtekürzel aus dem DNS-Namen
gefiltert und danach in eine lesbare Form übersetzt", weiß Eckehart
Röscheisen vom Heise-Magazin iX. Das funktioniert zwar nicht bei
AOL-Adressen, aber für rund 75 Prozent des deutschen Marktes ist
eine Lokalisierung möglich.
Google lokal - Nicht für alle, aber viele
Zwar ist für den Bäcker, Friseur oder Supermarkt diese Werbung
noch zu großräumig angelegt, doch für eine Reihe von Gewerben
wird diese Form der Werbung sehr interessant.
Hausmakler, Autohändler, Veranstalter, Theater, Kinos, Bildungsinstitute
sind nur einige, die von diesem Konzept profitieren können.
Doch zur Zeit (Juni 2004) lohnt sich eine Google AdWords- Lokalwerbung
noch nicht für alle Branchen in allen Regionen. Es liegt nahe,
dass Metropolen und auch ansonsten zugkräftige Suchbegriffe hier
vorrangig erfolgsträchtig sind.
Ein Beispiel: Wollten Sie mit Ihrem Möbelhaus in Schleswig- Holstein
werben, so könnten Sie mit rund 9 Klicks pro Tag rechnen. Werben
Sie mit diesem Begriff in Hamburg, dürfen Sie 26 Klicks erwarten.
Und auch die Klickpreise unterscheiden sich zuweilen für die jeweiligen
Regionen. Das Hamburger Möbelhaus müsste für einen Klick 0,38
EUR zahlen, während die Schleswig- Holsteiner mit 0,32 EUR dabei
wären.
Wer vorher über die Gelben Seiten pro Jahr etwa 10 konkrete Anfragen
hatte, wird mit den lokalen oder regionalen Google AdWords wohl
in vielen Fällen eine bessere Resonanz haben als mit dem klassischen
Printmedium.
Sie haben gegenüber den Gelben Seiten einen großen Vorteil bei
der Schaltung lokaler und regionaler AdWords: mit einem funktionierenden
Interessentenbindungs-Instrument (z.B. Newsletter) können Sie
bereits mittelfristig mehr erreichen als mit klassischen Werbemitteln,
deren Response schlecht meßbar ist.
Selbst unser Möbelgeschäft aus Schleswig-Holstein, das täglich
gerade mal 9 Klicks bekäme, könnte bei einem interessanten Angebot,
innerhalb eines Monats durchaus 50 Newsletter-Abonnenten erreichen.
Sie hätten rund 90 EUR investiert, um diese 50 Interessierten
wieder und wieder anschreiben zu dürfen. Innerhalb eines Jahres
wären es bereits 600 Abonnenten.
Die lokal geschalteten Google AdWords ermöglichen es nun auch
kleinen Unternehmen selbst bei ansonsten teuren Suchbegriffen
im direkten Umfeld Werbung zu treiben. Mehr noch: mit einer regelmäßigen
Schaltung von sogenannten Image-Anzeigen können auch Kleinunternehmen
Branding betreiben.
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Marketing-Experiment II: Google-Banner vs. Google Adwords
Mit den sogenannten Image-Anzeigen eröffnet Google jetzt die
Möglichkeit, kontextabhängige Banner zu schalten. Diese erscheinen
bei allen "Contentpartnern" von Google, die dieser Werbeform zugestimmt
haben.
Die Banner sind die konsequente Fortführung der erfolgreichen
Kleinanzeigen bei Google.
Noch sind Googles Image-Anzeigen im Beta-Stadium. Doch für uns
sind sie Grund genug herauszufinden, ob oder wie sich ihre Klick-
und Konversionsrate von denen der klassischen Adwords unterscheidet.
Für einen Pre-Test suchen wir 4 - 6 Unternehmen, die sich am
Experiment beteiligen wollen.
Interessiert? Dann schreiben Sie mir, nennen Ihre Branche, Ihr
Produkt oder Ihre Leistung, die Sie bewerben wollen.
karsten.buettner@online-marketing-praxis.de |